Mobile Kunstausstellung auf unserem Kastenwagen

Unser Iveco Lastwagen wurde in der Vergangenheit immer wieder mal mit neuen Schmierereien versehen und als Probeleinwand für diverse Versuche, etwas Kunstvolles zu erschaffen, missbraucht. Bis jetzt.


Alex Bradley hatte uns angefragt, ob wir ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum unterstützen würden und da auch viele unserer Kunden und Kundinnen Künstler*innen oder im künstlerischen Bereich tätig sind, haben wir hier gerne zugesagt. Unser Tomac Lieferwagen mit Kofferaufbau: eine mobile öffentliche Galerie am Brupbacherplatz. Gut frequentiert an einem aufstrebenden Quartierplatz.

Öffentlicher Raum als Ort des permanenten Dialoges
Die Auffassungen, was in den öffentlichen Raum gehört und was nicht, ist so divers, wie die Schwelle und der Übergang von öffentlichem zu privatem Raum. Bei diesem Überschreiten wird zudem auch gleich unser Verhalten und unsere Wahrnehmung angepasst: Was ist Ordnung? Was ist wo erlaubt? Und wie wird es wahrgenommen?
Der öffentliche Raum bildet eine wichtige räumliche Voraussetzung für Begegnung und Dialog. Ebenso Kunst. Und wie viele andere Formen der Kultur, findet auch die Kunst oft in hermetisch-institutionellen Räumen statt und schliesst somit einen grossen Teil einer Öffentlichkeit aus. Mit diesem Pilotprojekt von U_O soll die konventionelle Vorstellung, dass ein Kunstwerk in einen festen Raum gehört, in Frage gestellt und die Kunst der «Street Art» gegenübergestellt werden.


1. PROJEKT

Den Anfang dieser 3-teiligen Serie (Juli–August–September) haben die zwei in Zürich lebenden Künstler, Donia Jornod und Jeremy Ratib, gemacht und uns den neu gestalteten Kastenwagen am 6. Juli bei der Tomac Boutique am Brupbacherplatz zum ersten Mal präsentiert. Sie mussten vorab viele Stunden in die Reinigung reinstecken, bis sie dann wieder in aufwändiger Arbeit die Bilder anbringen konnten. Der Kastenwagen ist wunderschön geworden und lädt mit einem QR-Code ein, eine unbekannte Dimension unserer Realität kennen zu lernen.
Wir würden gerne sagen, dass Sie das Kunstwerk live betrachten können, aber leider wurde der Lastwagen bereits wieder mit Schmierereien verunstaltet. Es ist unglaublich schade.


Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt und zusätzliche Bilder dieser Installation

Hier ein kurzer Projektbeschrieb zum 1. Kunstprojekt
The project starts from a reflection on our changing environement but also on the role of narrative in this process. We want to create a new narrative in which our nature would be flexible. Two realities would then coexist, offering new possibilities. The project will consists of a photo with different depths and textures, and playing with the codes of advertising.

Hier erfahren Sie mehr zu den beiden Künstlern – DE.COHERENCE

Donia Jornod – Donia (1991) ist eine in Zürich lebende Künstlerin, die derzeit mit verschiedenen Medien arbeitet, von Malerei und Zeichnung bis hin zu Skulptur und digitalen Installationen.
Sie ist auch die Gründerin des experimentellen Verlags ABRÜPT, der mit digitalen Werkzeugen versucht, eine neue Dynamik innerhalb der Textform zu schaffen.

Jeremy Ratib – Jeremy (1989) schloss 2016 sein Architekturstudium an der ETH Zürich ab und praktiziert seither als Architekt in verschiedenen Architekturbüros in Zürich.
In letzter Zeit hat er sich entschieden, sich seiner Arbeit als Musiker und Komponist zu widmen und ist auch aktives Mitglied des ABRÜPT Verlags.




2. PROJEKT

Hier ein kurzer Projektbeschrieb zum 2. Kunstprojekt
Die Ausgangslage für das Projekt ist eine Sammlung von mehreren Hundert National Geografic Magazinen, welche aus einer Zeit stammen, in der das Reisen ein Privileg war. Das Heft interessiert uns in seiner Funktion als Welterklärungsorgan und welche Rolle die Fotografie hierbei einnimmt.
Aus den Covers dieser Magazine reissen wir Schicht für Schicht, legen Fragmente frei, andere bleiben verdeckt. Es ist ein Blick von Aussen nach Innen, der Raum für Assoziationen und Analogien eröffnet.


Das Projekt wurde durch ein Covid-19 Arbeitsstipendium der Stadt Zürich unterstützt.



Kurzbiographien
Claudia Breitschmid (1983)
Claudia hat in Zürich und Göteborg Fotografie studiert und schloss 2015 den Master in Contemporary Arts Practice ab. Ihre Arbeiten entstehen aus einem Denken in Bildern und einem gleichzeitigen Nachdenken über Bedeutung, Umdeutung und Bedeutungsverlust von Bildern. Ihre künstlerische Praxis umfasst Fotografie, Video, Medienskulptur und Installation. Fragen nach dem subjektiven und kollektiven Gedächtnis stehen im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens.

Samuel Haettenschweiler (1976)
Samuel lebt und arbeitet in Zürich und Bern und absolviert zur Zeit den Master in Contemporary Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern. Samuel hat bereits mehrere künstlerische Projekte im Öffentlichen Raum realisiert und interessiert sich für den gestalteten urbanen Raum als soziales System. Er arbeitet mit den Medien Malerei, Skulptur und Fotografie. Fragen wie Architektur Gesellschaft prägt oder Gesellschaft Architektur beeinflusst umtreiben ihn.


Die nächste und letzte Vernissage zum Kunstprojekt 3 findet Ende September statt. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren.

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